Fachtag | 17.09.2019

10. Fachtag Inklusion

Die Kindergärten NordOst luden am Mittwoch, den 11. September, Pädagog*innen des Eigenbetriebs zum 10. Fachtag der Inklusion in das GLS Sprachenzentrum Berlin in der Kastanienallee 82 ein. 

Unter dem Titel „Inklusion braucht Gelassenheit“, widmeten sich die Teilnehmer*innen in abwechslungsreichen Vorträgen und Workshops den Herausforderungen und Möglichkeiten in der Arbeit mit Kindern mit Regulationsstörungen.  Die ganztägige Veranstaltung richtete sich an Erzieher*innen, Facherzieher*innen für Inklusion und Leiter*innen der Kindergärten NordOst. Spannende Gäste berichteten über aktuelle Forschung und ihren Erfahrungen mit verschiedenen Methoden im Alltag.

In einem Hauptreferat mit dem Titel „Schnell wütend und aufgeregt? Kinder mit Regulationsstörung – eine alltägliche Anforderung in der Inklusion.“, erläuterte die Diplom-Pädagogin und Buchautorin Dr. Brita Schirma die Notwendigkeit die Impulskontrolle als Lernprozess zusehen und zu trainieren.

Workshops

Frau Dr. Brita Schirma beschäftigt sich seit 1992 mit der schulischen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum-Störung.  In dem Workshop „Kinder im Autismus-Spektrum im Kindergarten“ eröffnete sie Möglichkeiten der Förderung und Integration der Kinder im Kita-Alltag.

Sprachliche Barrieren verursachen mitunter Unsicherheiten. Diese können bei Kindern eine innere Aufregung mit heftigen Reaktionen zur Folge haben. In einem weiteren Workshop führte die Dipl.-Sprechwissenschaftlerin und Dipl.-Sprachheilpädagogin Sibylle Lottermoser die Herausforderungen und Chancen der Arbeit mit Kindern mit Migrationshintergrund aus.  Die Teilnehmer*innen lernten Methoden und Hilfsmittel zur Unterstützung  der Kinder und Eltern im Lernprozess kennen.

Maria-Theres Bednarek, Facherzieherin für Integration und angehende Kunsttherapeutin, veranschaulichte wie sich Kinder mithilfe der Kunst ihren Bedürfnissen und Wünschen bewusst werden und diese so leichter mitteilen können. Sie stellte Methoden vor, welche die Pädagog*innen dabei unterstützt Kinder differenzierter wahrzunehmen und deren Stimmung besser zu erschließen.

Kinderyoga eignet sich hervorragend als Entspannungstechnik für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, wie Konzentrationsschwächen oder Wutausbrüchen. In dem vierten Workshop von Heilpraktikerin und Dozentin  im Bereich Kinderyoga Kerstin Ehrlich, erlernten die Teilnehmer*innen effektive Yoga-Übungen, Entspannungstechniken sowie Yogaspiele, die sich leicht im Kita-Alltag integrieren lassen.

Dipl.-Pädagogin, Musikpädagogin und Dozentin für Musik und Yoga Jutta Hille-Ostermann leitete den fünften Workshop „Spielerisch Achtsamkeit und Entspannungsfähigkeit unterstützen durch Klangschale und andere leise Töne“.  Durch ein „nach innen Horchen“ können sich Kinder leichter mit dem eigenen Körper, der eigenen Gefühlswert und der eigenen Fantasie vertraut machen. Die Pädagog*innen lernten geeignete Instrumente und Klangschalen sowie Techniken und Vorgehensweisen bei der Umsetzung kennen.

In einem weiteren Workshop stellte die Sozialpädagogin, Supervisorin und Entspannungstherapeutin Monika Kruschinski verschiedene Möglichkeiten zur Wahrnehmung eigner Anspannungen vor und wie eine Balance zwischen An- und Entspannung zu einem gelasseneren Agieren helfen kann. Die verschiedenen Entspannungstechniken für den Alltag wurden ausprobiert.

Im Anschluss an die Workshops konnten die Teilnehmer*innen die Kernaussagen und –übungen der übrigen Workshops aufgreifen und sich mit anderen Pädagog*innen austauschen.

Danksagung

Wir danken allen Pädagog*innen, sowie allen Gästen für Ihr Engagement und freuen uns auf den 11.  Fachtag Inklusion im Jahr 2020.

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