Fachtag | 15.11.2018

Frau trägt auf dem Arm ein lachendes Kind

"Inklusion braucht Kommunikation“

Wie in jedem Herbst veranstaltete der Eigenbetrieb Kindergärten Nordost am 8. November 2018 den Fachtag Inklusion. Dieser Fachtag wandte sich an alle Pädagoginnen und Pädagogen des Eigenbetriebs und bot ihnen abwechslungsreiche Vorträge und Workshops, die an die vielfältigen Bedürfnisse in der pädagogischen Praxis anknüpften. 105 Pädagoginnen und Pädagogen diskutierten auf dem "9. Fachtag Inklusion" die Grundvoraussetzungen gelungener Kommunikation.

Kommunikation mit psychisch belasteten Eltern

Die Kommunikationstrainerin Grit Klück beschäftigte sich in ihrem Hauptreferat zum Thema „Kommunikation mit psychisch belasteten Eltern“ mit den Voraussetzungen für gelungene Verständigung und regte die teilnehmenden Pädagoginnen und Pädagogen dazu an, den Blick auf die eigene innere Haltung zu richten. Wie gehe ich generell mit psychisch belasteten Menschen um? Wie reagiere ich auf Vorwürfe und sonderbare Verhaltensweisen? Darüber hinaus ging es in ihrem Vortrag darum, Verständnis für psychisch belastete Eltern zu entwickeln, auf diese Weise eine Brücke zu ihnen zu bauen und Zusammenarbeit zum Wohl des Kindes zu ermöglichen.

Workshops

Am späten Vormittag hatten die Pädagoginnen und Pädagogen in den Workshops die Gelegenheit, sich kooperativ und intensiv mit einem der vielfältigen Themenfelder auseinanderzusetzen und sich auf eine Problemstellung zu konzentrieren.

Im praxisorientierten Seminar zum Hauptvortrag erprobten die Teilnehmenden Kommunikationsinstrumente, die im Umgang mit psychisch belasteten Eltern unterstützen können. Grit Klück vermittelte wertvolle Handlungsimpulse, um den Kontakt mit den Eltern wertschätzend und konstruktiv zu gestalten und gleichzeitig wichtige Grenzen zu setzen.

Inklusion braucht eine sichere Haltung

Während dieses Workshops war die Sichtweise der Kinderärztin und Reformpädagogin Emmi Pikler der Ausgangspunkt, um Ideen für den inklusiven Kindergartenalltag zu sammeln. Nach einem kurzen Vortrag der Systemischen Kinder- und Jugendlichentherapeutin Susanne Kästli wurde in Kleingruppen lebhaft diskutiert: Was hat uns angesprochen und bewegt? Was war neu, was war bekannt, wo gab es Rätsel? Was würden wir gerne in unserem Alltag umsetzen? Was könnten die ersten Schritte sein?

Verhaltensweisen von Familien mit Migrationserfahrungen und behinderten Kindern besser verstehen

Ein weiteres Seminar beschäftigte sich mit den Ursachen und Wirkungen der doppelten Problematik Behinderung und Migrationserfahrung. Die Teilnehmenden diskutierten mit der Rehabilitationspädagogin Carolin Szesny Ideen, entwarfen Handlungsansätze für den Umgang mit betroffenen Familien und entwickelten ein Positionspapier für den Träger.

Inklusion mit bestimmten Behinderungen – Konkrete Anregungen zur Gestaltung des Kindergartenalltags

Der Erzieher und ganzheitliche Lebensberater Henry Hovannesjan lud die mitwirkenden Pädagoginnen und Pädagogen in seinem Workshop dazu ein, ihre Körper-Intelligenz zu erleben und auf diese Weise dem Thema Inklusion mit Neugier zu begegnen. Im Vordergrund standen dabei die Selbstwahrnehmung und das Selbstvertrauen im Kontext sozialer Beziehungen sowie die Vermittlung von Methoden, um ohne viele Worte mit Kindern zu kommunizieren.

Entspannung und psychomotorische Übungen für Kinder mit herausforderndem Verhalten

Im Workshop der Facherzieherin Desiree Mildorf konnten die Teilnehmenden Entspannungs- und psychomotorischen Übungen, wie Tanz und Meditation, kennenlernen. Mit diesem Praxiswissen sind Pädagoginnen und Pädagogen in der Lage, Kinder mit herausforderndem Verhalten dabei zu unterstützen, sich selbst zu spüren und zu entfalten. Die bewusste Konzentration auf ihre innere Welt kann den Kindern eine Sicherheit geben, die dabei hilft, sich in der äußeren Welt zu orientieren.

Am Nachmittag konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Themen aller Workshops vertraut machen, Fragen stellen und eigene Praxisbeispiele einbringen.

Stimmen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

„Fachlich tolle Dozenten, die mit ihrer ruhigen Ausstrahlung viel Wissen in viel zu kurzer Zeit vermittelt haben, viel Zeit für Austausch. Ich bin total begeistert!“

„Dass am Ende die Möglichkeit bestand, in die verschiedenen Workshops reinzuschnuppern, fand ich eine klasse Idee.“

„Ich fand den Workshop sehr informativ und konnte viele Anregungen für meine pädagogische Arbeit mitnehmen. Auch fand ich ihn sehr praxisnah, mit vielen Übungen für den pädagogischen Alltag.“

Wir danken allen Pädagoginnen und Pädagogen, sowie allen Gästen aus den Jugendämtern der Bezirke, der kooperierenden Fachschulen für Sozialpädagogik und der Verwaltung des Eigenbetriebes für Ihr Engagement und freuen uns auf den kommenden Fachtag Inklusion am 11. September 2019.

Mehr Informationen und Kontakt:

Martina Winkler, Kitaberaterin (Spezialgebiet Inklusion)
Telefon: (030) 42080 7856
E-Mail: kitaberatung-1[at]kigaeno.de

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