Aktuelles | 07.11.2018

Rollstuhl-Parcours auf einem Spielplatz

Mehr Platz für Kinder in Bewegung

„Erkläre es mir und ich werde es vergessen. Zeige es mir und ich werde mich erinnern. Lasse es mich selber tun und ich werde es verstehen.“

Dieses Zitat des chinesischen Philosophen Konfuzius beschreibt nicht nur die Konzeption des inklusiven Kindergartens „Zwergenparadies“ des Eigenbetriebes Kindergärten NordOst, sondern begleitete auch die Neugestaltung des Gartens in der Lichtenberger Bernhard Bästlein-Straße.

Seit Mitte Juli dieses Jahres wird mit der finanziellen Unterstützung des Bezirks Lichtenberg aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost sowie mit finanziellen Mitteln des Eigenbetriebes die 5000 m² große Freifläche des Kindergartens neu gestaltet. Hierbei wird vor allem auf die Inklusion von Kindern mit Handicap, insbesondere die Nutzbarkeit des Spielplatzes für Rollstuhlkinder, Wert gelegt. Die Neugestaltung des Gartens wird bereits Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Mit der Bepflanzung soll im nächsten Frühjahr begonnen werden.

Der neue Weg, die Zwergenbahn, beschreibt eine schlängelnde Acht mit Hindernissen und dehnt sich über das gesamte Grundstück aus. Das Ende dieses Weges steigt im Garten stark an und führt auf eine Holzrampe als Rollstuhl-Parcours. Eine Kriechröhre unter dem Weg verbindet die angrenzenden Spielflächen miteinander. Vom Rollstuhl-Parcours aus können die Kinder rutschen, eine Hangelstrecke nutzen oder über eine Wackelbrücke fahren. Neben der Rampenanlage gibt es einen Wasser-Matsch-Bereich mit einem Sprudelstein, der sich auf einem Hügel befindet.

Der umgestaltete Garten mit seinen abwechslungsreich angeordneten Bewegungs- und Erfahrungsräumen bietet den Kindern vielfältige Gelegenheiten zum Klettern, Schaukeln, Rutschen und Balancieren sowie zum Ausruhen und Entspannen. Die in enger Abstimmung mit dem Erzieherteam, mit den Eltern und Kindern entworfene Spiellandschaft regt Jungen und Mädchen mit und ohne Behinderung zur Eigenaktivität an und inspiriert zu vielfältigen Spielformen.

Auch die Kita-Leiterin Sabine Günther freut sich auf den neuen Garten: „Es gibt die Möglichkeit, sich zurückzuziehen oder auf verschiedenen Ebenen gemeinsame Spielerfahrungen zu sammeln. Die Multifunktionalität und die abwechselnde Bodenbeschaffenheit des neuen Spielplatzes unterstützen die motorische Entwicklung unserer Kinder und wecken die Neugier auf eigene Erfahrungen mit den verschiedenen Spielgeräten. Wir werden unsere Kinder im Sammeln von neuen Erfahrungen begleiten, damit sie - frei nach Konfuzius - lernen, es selbst zu tun.“

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