AKTUELLES | 13.09.2017

3 Auszubildende

Quereinstieg als Erzieherin oder Erzieher?

Natalie, Anastasia und Sebastian erzählen, warum sie sich für die duale Ausbildung entschieden haben.

Alles ist noch neu. Natalie, Anastasia und Sebastian haben am 1. August 2017 in unserem Ausbildungskindergarten "EigenSinn" in Weißensee ihre duale Ausbildung zur/m staatlich anerkannten Erzieher/in begonnen. Während die schulische Ausbildung bei der Pro Inklusio Fachschule für Sozialpädagogik in Kreuzberg stattfindet, absolvieren sie in unserem Kindergarten die Praxis. Drei Jahre wird das duale Fachschulstudium dauern. Eine individuelle Praxisanleiterin wird sie durch die Ausbildung begleiten.

Natalie, Sebastian und Anastasie starten als sogenannte "Quereinsteiger" in den Erzieherberuf. Alle drei haben bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen Studiumsabschluss und mehrjährige Berufserfahrung, zum Teil in naheliegenden Branchen. Während Anastasia Erziehungswissenschaften studiert und als Museumspädagogin gearbeiten hat, ist Sebastian ausgebildeter Sportassistent mit Erfahrungen als Kita-Trainer. Natalie war zuvor als Immobilienkauffrau tätig. Viele ihrer Familienmitglieder sind Erzieherin oder Erzieher.

Warum haben sich Natalie, Anastasia und Sebastian als Berufstätige noch einmal für eine Ausbildung entschieden? Und was reizte sie an dem Erzieherberuf?

Auszubildende

Natalie: Ich habe in meinem Beruf schnell gemerkt, dass er nichts für mich ist. Ich hatte keinen Spaß an meinen Aufgaben. Solange ich noch flexibel bin, dachte ich, sei ein Wechsel noch möglich. Also habe ich mich getraut. Meine Familie hatte mich dabei sehr unterstützt.

Die Arbeit mit Kindern fand ich schon immer toll. Während meines Praktikums war ich bei den größeren. Jetzt mache ich die Eingewöhnung mit den ganz kleinen. Ich könnte gar nicht sagen, welche Altersgruppe mir am meisten Spaß macht.

Auszubildender

Sebastian: Als Sportassistent und Fußballtrainer hatte ich schon vorher viel mit Kindern zu tun. Ich war Sporttrainer in der Kita, allerdings nur ehrenamtlich. Um hauptberuflich im Kindergarten arbeiten zu können, fehlte mir die staatliche Anerkennung als Erzieher.

Die hole ich mit der dualen Ausbildung jetzt nach. Ich freue mich vor allem darauf, zu sehen, wie sich die Kinder über die Zeit entwickeln. Man begleitet sie vom ersten Schritt zum ersten Fußballspiel. Das ist einfach Wahnsinn!

Auszubildende

Anastasia: Ich kam vor zwei Jahren mit meiner Familie aus Griechenland nach Berlin. Mein Pädagogikstudium und meine Berufserfahrung reichten für die Arbeit im Kindergarten nicht aus. Auch mir fehlte die staatliche Anerkennung. Eine Ausbildung an einem Oberstufenzentrum kam für mich dabei nicht in Frage, denn diese ist unbezahlt.

Hier bekomme ich ein Gehalt. Für mich ist es reizvoll, Projekte wie Museumsbesuche so zu gestalten, dass es den Kindern Spaß macht und sie zugleich etwas daraus mitnehmen. Das ist dann für mich ein riesen Erfolg.

Im September hat für Natalie, Anastasia und Sebastian nun auch der Unterricht an der Pro Inklusio Fachschule für Sozialpädagogik begonnen. Dort lernen sie auch die neuen Auszubildenden aus unseren anderen Kindergärten kennen, denn gemeinsam gehen sie alle in die zwei Klassen der fünf Kita-Eigenbetriebe von Berlin. Im November folgt die erste Blockwoche.

Wir wünschen all unseren 34 Auszubildenden einen erfolgreichen Start!

Neugierig?

Jetzt online bis zum 11. Oktober 2017 für den Ausbildungsbeginn im Februar 2018 bewerben! Mehr Informationen zur dualen Ausbildung, zum Bewerbungsverfahren und zur Online-Bewerbung finden Sie hier.

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