Pressemitteilung Nr. 61 | 09.12.16

Auf dem Weg zum Strukturwandel

Kindergärten NordOst erhoffen sich vom neu gewählten Berliner Senat umfangreiche Hilfen beim Ausbau der Kindertagesbetreuung in Berlin.

Berlin – Es war ein Signal an alle Berliner Kita-Träger: Im Regierungsprogramm sieht der gestern vereidigte neue Berliner Senat weitere 20 Millionen Euro für den Kita-Ausbau vor. „Wir freuen uns, dass das Thema nun einen festen Platz im Koalitionsvertrag hat. Das zeigt uns, dass der Berliner Senat das Problem der zunehmend fehlenden Betreuungsplätze erkannt hat“, sagt der kaufmännische Geschäftsleiter der Kindergärten NordOst, Robert Ehrenpfordt.

„Die Wartelisten unserer Kindergärten werden immer länger. Es ist hier großer Handlungsdruck entstanden, der sich durch die Migration von Familien aus Krisengebieten noch verstärkt hat.“ Von den zusätzlichen Geldern des Senats erhofft sich der Geschäftsführer Entlastung. Damit das Geld auch von den Trägern abgerufen werden kann, ist die Anpassung der Förderrichtlinien dringend erforderlich. „Bisher ist der Eigenanteil der Träger zum Neubau und zur Sanierung bestehender Plätze  zu hoch.“

Qualifiziertes Fachpersonal als größte Herausforderung in 2017

Neben der Schaffung neuer Kindergartenplätze hat sich der Berliner Senat die Fortführung der schrittweisen Gebührenbefreiung für Kinder unter drei Jahren bis 2018 zum Ziel gesetzt sowie die Verbesserung der Qualität in der Kindertagesbetreuung. Auch die Akquise von qualifiziertem Fachpersonal wird ein Thema sein.   „Die Träger in Berlin haben größte Schwierigkeiten, neue Pädagoginnen und Pädagogen zu finden. Es wird für uns die größte Herausforderung im nächsten Jahr sein, dem zunehmenden Fachkräftemangel mit geeigneten Initiativen entgegenzuwirken. Es wird höchste Zeit, dass wir gemeinsam mit den anderen Berliner Eigenbetrieben, Verbänden, Trägern  und dem Land Berlin Lösungen entwickeln“, sagt der pädagogische Geschäftsleiter der Kindergärten NordOst, Michael Witte.

Imageverbesserung des Erzieherberufs

Ein Ansatzpunkt wird es dabei sein, das Image des Erzieherberufs in Berlin zu stärken und gegebenenfalls durch eine Angleichung des Gehaltniveaus an angrenzende Bundesländer aufzuwerten. „Wir setzen uns seit Jahren gemeinsam mit den Gewerkschaften dafür ein, dass in Berlin ebenso wie in Brandenburg der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes gilt und nicht mehr der Landestarif“, sagt Witte. „Wir begrüßen es, dass sich der Berliner Senat auch hierfür weiter engagieren möchte.

Die Senatsverwaltung für Jugend, Bildung und Familie geht von einem Mehrbedarf für das Land Berlin von rund 30.200 Plätzen und rund 7.000 Erzieherstellen bis Ende des Kita-Jahres 2019/2020 aus.

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