Pressemitteilung Nr. 1 | 13.01.2017

Irritation über Bedarfseinschätzung

Laut Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) gibt es aktuell „genügend Erzieher“. In den Einrichtungen der Kindergärten NordOst zeigt sich ein anderes Bild. – Eine Reaktion.

Berlin – Die Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie Sandra Scheeres (SPD) sprach in einem Interview mit der Berliner Morgenpost vom 09.01.2017 von einem erst „mittelfristig großen Bedarf“ an Fachpersonal und erzeugt damit ein falsches Bild. „Erzieher/innen fehlen uns schon lange. Spätestens mit der Erhöhung des Betreuungsschlüssels für Kinder unter 3 Jahren ab August 2016 ist der Bedarf an qualifiziertem Personal deutlich gestiegen“, sagt der Pädagogische Geschäftsleiter, Michael Witte.

Mehr Kapazitäten als Personal

„Für uns hat dies ernste Konsequenzen. Wir können freie Plätze nicht vergeben und unsere Kapazitäten nicht ausschöpfen. Ohne zusätzliches Personal müssen wir zukünftig unser Platzangebot sogar weiter reduzieren“, sagt der Kaufmännische Geschäftsleiter, Robert Ehrenpfordt. Die steigende Nachfrage stelle die Träger in Berlin vor eine personell große Herausforderung.

Initiative zum „Fachkräftemangel“

Scheeres’ Bestreben, den Erzieherberuf zum Mangelberuf erklären zu lassen, sei daher ein wichtiger und dringender Schritt: „Dadurch würden sich nicht nur neue und längst benötigte Fördermöglichkeiten ergeben. Es würde auch die aktuelle Situation richtig beschreiben“, sagt Witte.

Die Senatsverwaltung für Jugend, Bildung und Familie geht von einem Mehrbedarf für das Land Berlin von rund 30.200 Plätzen und rund 7.000 Erzieherstellen bis Ende des Kita-Jahres 2019/2020 aus.

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Weiterführende Links:
Artikel der Berliner Morgenpost vom 09.01.2017:
https://www.morgenpost.de/berlin/article209210347/Senatorin-will-Erzieher-zum-Mangelberuf-erklaeren-lassen.html